Begegnung in der Muliherde

Autorin: Julia Krüger

Zwei Stunden entspannen, runterkommen, ruhig werden – das war unser Ziel für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim ersten Nachmittag “Begegnungen der Muliherde”. 12 Menschen fanden sich ein und erlebten eine besondere Atmosphäre und die Faszination der Maultiere. Wir haben uns ja zum Ziel gesetzt, zum einen die Patentiere gut zu versorgen, aber auch Mensch und Muli zusammenzubringen.

Profi – Tag

Autorin: Melanie Bross

Es ist ein Montag im Juli und Montag heißt bei mir „Profi“-Tag.

An diesem Montag hat es gefühlte 40°C und ich komme total erledigt von der Arbeit nach Hause. Mein erster Gedanke: „Heute mache ich gar nichts mehr!“. Doch nach und nach muss ich immer wieder daran denken, dass Profi auf mich wartet und er ja nichts für die Hitze draußen kann. Wir müssen uns ja nicht sooo viel bewegen.

Allein mit Lukas unterwegs

– Autorin: Heike Nelles

Vor ca. 1 Monat wartete ein kleines Abenteuer auf mich: ein Spaziergang mit meinem Patentier. Lukas lernte ich bei den Bodenarbeitskursen kennen und verliebte mich gleich in den Kleinen.

Packtier LukasViele Leute meinen er sei ein Esel, wobei er ein Maultier Lukas rennendbraunes Arabermuli ist.  Er ist sehr zierlich und hat eine eleganten Kopf mit sehr großen,  aufgeweckten Augen. Wenn er auf der Koppel ist, kommt sein Arabergen zum Vorschein: man sieht ihn wie einen Gummiball auf und ab flitzen. Einfach herrlich dieser Trab und Galopp.
Genauso schnell wie er mit seinen Beinen ist,  so ist er auch mit seinen Gedanken. Er geht oft als Packtier auf Trekkingtouren mit und freut sich wenn er unterwegs sein darf. Deshalb wollte ich ihm die Gelegenheit bieten öfter unterwegs zu sein und Julia gab mir das OK dazu.

Mein erster Spaziergang mit Rosalie

 – Autorin: Heidi Funk

Mit ihrem auffälligen Äußeren fiel mir die Fellponymulistute Rosalie in der Herde trotz ihrer nur 140 cm schon am ersten Tag auf. Doch nicht nur ihr buntes Fell auch ihre Wimpern, die auf der einen Hälfte schwarz und auf der anderen weiß sind, faszinierten mich. Ich wollte Rosalie näher kennen lernen.

Als mich Julia eines Tages fragte, ob ich nicht Lust hätte, mit „der kleinen Zicke“ zu arbeiten, war ich gleich Feuer und Flamme. Hochmotiviert und mit ihrem Halfter in der Hand ging ich in die Herde und rief sie bei ihrem Namen. Sie schaute gleich neugierig auf und ließ sich auch problemlos fangen, genoss das ausgiebige Putzen, gab brav sämtliche Hufe, alles fein. Sie hatte zwar jeden meiner Handgriffe genau beäugt, aber es war wohl soweit alles ok, was ich gemacht hab. Nur in die Nähe ihrer Ohren durfte ich nicht kommen.

Nach einigen Einheiten Bodenarbeit im umzäunten Raum wollte ich mal mit ihr raus. Vor unserem ersten Spaziergang empfahl mir Julia, sie nur an einem extralangen Führstrick mitzunehmen. Ich folgte ihrem Rat, auch wenn ich nicht wusste, wozu ich einen soooo langen Strick brauchen würde. Schließlich hatte ich ja schon x-mal ein Muli geführt, was sollte daran mit der kleinen Rosalie nun schon groß anders sein…